Photographie-Spandau*Malen mit Licht !
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STREET & LIFE

                           +++ Obdachlose in der Kälte +++

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Kälte- / Mitternachtsbus: 01785235838 ... 

 

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- Obdachlosigkeit -
Weihnachten mit Frank 2017
Weihnachten für Obdachlose Menschen in Berlin
Weihnachten mit Frank 2017.pdf (371.6KB)
Weihnachten mit Frank 2017
Weihnachten für Obdachlose Menschen in Berlin
Weihnachten mit Frank 2017.pdf (371.6KB)
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MODELL DEUTSCHLAND
Autor: Dieter Puhl
Foto: Dieter Puhl

 

Ich kenne diese Stadt jetzt seit 1975 und war knapp 18 als ich hier aufschlug. Und liebte und liebe den doch schnellen Puls Berlins, die Veränderungen.
Oft werden hier Richtungen eingeschlagen, der Rest der Republik folgt Jahre später, Kiel, dort ging ich zur Schule, nach 10 Jahren, Altenholz, hier wuchs ich auf, dann nach immerhin 15 Jahren.
Musik, Kultur, Tempo, Lifestyle, politische Entwicklungen, neben Hamburg und München, andere mögen jetzt nicht sauer sein - man sieht in Berlin Veränderungen eher und deutlicher.Obdachlosigkeit, Ausdruck zunehmender gesellschaftlicher Verelendung, gehört nunmehr zum Stadtbild, aus einigen wurden viele und das nimmt stetig und ungebrochen zu und ein Ende ist lange nicht in Sicht.Schlecht für die Betroffenen, nicht ohne Auswirkungen für die anderen. Und die Auswirkungen sind nicht gemütlich: Erkrankte irren durch das Stadtbild, kleine Zeltstätten an vielen Ecken, Wegschauen und Ausblenden der Allgemeinheit, Abstumpfung, ein Stück Resignation, Parallelwelten.

Nun könnte, Vorbildcharakter einer Hauptstadt, hier in Berlin aufgezeigt werden, wie wir das als Gemeinschaft meistern, Menschen andere Perspektiven aufzuzeigen.

Wir könnten die Wende einleiten - mehr Miteinander leben, gesellschaftliche Solidarität, Empathie für unsere Nächsten, politisch mutig gestalten.

Bemühen erkenne ich, Minderung von Obdachlosigkeit aber echt nicht. Auch in anderen Städten und Kommunen steigt die Anzahl der obdachlosen Menschen, meine Tochter lebt in Hamburg und hier sehe ich recht ähnliche Entwicklungen.

Es müssen ja nicht gleich die Völker der Welt sein, die auf diese Stadt schauen, die Bürger der Republik reichen ja bereits:

Wenn ihr Berlin besucht, schaut bitte genau hin, das wird auch euch erreichen, scheint das Zukunftsmodell Deutschland zu sein.

Auf Berlin zu schauen, ist spannend und etliches wird ja auch gestaltet. Unser Flughafen und das Sterben von Menschen auf der Straße zumindest aber nicht.

Und vermutlich liegen beide Themen ja auch dicht beieinander. Wer wöchentlich zusätzliche 38 Millionen Euro für einen Flughafen ausgibt, über Jahre, ist bei anderen auch wichtigen Themen einfach pleite.

Freunde in Kiel, ihr habt grob 10 Jahre Zeit, um "Berliner Zustände" zu verhindern, euch in Altenholz bleiben 15 Jahre. 

Nutzt das und macht es besser. (Berlin 30. Juli 2017)

Die Anzahl der obdachlosen Menschen in Berlin vervielfachte sich in den letzten Jahren auf nun wohl 8000 Menschen.

Wir in der Bahnhofsmission Berlin Zoologischer Garten versorgten früher täglich 400 Gäste, nun sind es 700, ein Ende ist nicht in Sicht.
Die öffentlichen Zuwendungen stagnierten, die Hilfsbereitschaft unserer Freunde dagegen nahm zu, das sichert unsere Arbeit nicht nur ab, zusätzliche Hilfen wurden so erst ermöglicht.
Steht uns bitte auch zukünftig und aktuell, gerade jetzt im Sommerloch, zur Seite:

Berliner Stadtmission
IBAN: DE24 100 205 00000 318 19 07
BIC: BFSW DE33 BER
Verwendungszweck: Bahnhofsmission Zoo

So ermöglichen 10 Euro den Lebensmittelzukauf für 180 Gäste, für 2000 Euro kann ein einzelner Mensch nachhaltig und individuell betreut werden.
Wir sind 24 Stunden am Tag für unsere Gäste und in Not geratene, bahnreisende Menschen da, an 365 Tagen im Jahr.

Wir machen das extrem gerne und ohne Sommerpause, denn Obdachlosigkeit ist 365 Tage im Jahr grausam.

Wenn denn nur das leidige Geld nicht wäre.

Danke!

Berlin 01.  August 2017


Über Dieter Puhl:

  • Arbeitet bei Bahnhofsmission Berlin Zoologischer Garten
    Sozialarbeiter im Betreuten Wohnen / Bereichsleiter Wohnungslosenhilfe bei Berliner Stadtmission
    Evangelische Fachhochschule Berlin
    Abitur + Ausbildung zum Erzieher · Oberlin-Seminar
    Wichern-Kolleg Ausbildung zum Diakon,

 

                       
Zum "6. Mahl" HAXENESSEN exzellenter Gastgeber: das Brauhaus-Spandau   
06. Februar 2017

 

          Herberge zur Heimat - Mensch ohne Wohnung     Foto © Hartmut Ihlefeldt


FOTO-BUCH

Zuverlässige Helfer  Foto © Hartmut Ihlefeldt



Dem Spitzenteam vom Brauhaus Spandau - zum 6. Mahl ein Danke schön ! 

Foto © Hartmut Ihlefeldt     


                                 Foto © Hartmut Ihlefeldt


Sponsoren 2017 -  Danke schön !          Fotos © Hartmut Ihlefeldt



Zum Tod von Star-Reporter Paul Sahner - sein letztes großes Interview: 

“Die besten Journalisten sind Straßenköter (…) Weil die unterwegs sind, recherchieren, teilnehmen, bellen, nicht im Elfenbeinturm abhängen. Ich will draußen sein.” 

 (Quelle: "medium:online")


Berlin Bahnhof Zoo - Jebensstraße - Bahnhofsmission     Foto © Hartmut Ihlefeldt



                                                     Berlin Bahnhof Zoo     Foto © Hartmut Ihlefeldt



             Berlin-Spandau  Herberge zur Heimat (Haxenessen)          Foto © Hartmut Ihlefeldt



   Streetlife: Berlin Szene - Licht und Schatten in Berlin  Foto © Hartmut Ihlefeldt


 „In den zwei Jahren in Berlin habe ich gesehen, dass kein Hund auf der Straße schläft, aber dafür viele Menschen. Ich denke, dass Berlin ohne diesen traurig machenden Anblick der bedürftigen Obdachlosen besser aussehen würde.“

Bilal Al Dumani (*1983 in Damaskus), einer der geflüchteten Journalisten, die für die

 Tagesspiegel-Sonderausgabe 

vom Sonnabend geschrieben haben.

Quelle: Der Tagesspiegel