PHOTOGRAPHIE - SPANDAU * Malen mit Licht ! 

NATUR*KLIMA*UMWELT*MENSCH

 Seerosen an der Havel in Berlin-Spandau !


"Kein Problem wird gelöst, wenn wir träge darauf warten,

dass Gott allein sich darum kümmert." 

Martin Luther King

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Bundesregierung verhindert effektiven Fluglärmschutz

Pressemitteilung von Jörg Cezanne

„Wie schon in den vergangenen Jahren muss man der Bundesregierung am 24. April ein miserables Zeugnis ausstellen. Sie war in den letzten zwölf Monaten nicht nur völlig untätig bei der Bekämpfung des Verkehrslärms, mit ihrem Fluglärmbericht behindert sie jede wirkungsvolle Maßnahme, durch die Menschen im Umfeld von Flughäfen entlastet werden könnten“, kommentiert Jörg Cezanne, Sprecher für Luftverkehr der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des ‚Tages gegen Lärm‘, den vor einigen Wochen von der Bundesregierung verabschiedeten Fluglärmbericht. Cezanne weiter:

„Von den wirklich ambitionierten Vorarbeiten des Umweltbundesamtes ist im Endbericht nichts übrig geblieben. Weder die Einführung eines konsequenten Nachtflugverbots noch die Verankerung eines Lärmminderungsgebotes im Luftverkehrsgesetz wurden von der Bundesregierung berücksichtigt. Lieber verkauft sie die staatliche Förderung neuer Flugzeuge als Lärmschutzmaßnahmen, als die Gesundheit der betroffenen Menschen in den Mittelpunkt ihrer Entscheidungen zu stellen. Selbst die überfällige Absenkung der Grenzwerte für Lärmschutzzonen wurde auf Druck von Lufthansa und Co. entgegen der Empfehlung der Fachbehörde nicht aufgegriffen. Die Genese des Fluglärmberichts der Bundesregierung kann nur als Streichkonzert zu Gunsten der Luftverkehrslobby bezeichnet werden, wodurch sich Betroffene wenig Hoffnung auf Entlastung machen dürfen. DIE LINKE wird angesichts dieser Karikatur eines Fluglärmberichts dafür Sorge tragen, dass ein effektiver Schutz vor Fluglärm auf die parlamentarische Tagesordnung kommt.“

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NASA Nationale Luft- und Raumfahrtverwaltung  Goddart-Institut für Weltraumforschung

Aktuelle Infos und Daten über unsere Erde

 


In nur einem Satz fasste Gavin Schmidt, Direktor des Goddard Institute for Space Studies der NASA,

das Wesentliche des Berichts ein:

"Das Wichtigste ist, dass klar ist, dass der beste Zeitpunkt für die Reduzierung der Emissionen vor 25 Jahren war,

sagte er in einem Interwiew mit  Interview mit PBS News Hour .


Quelle:NASA Nationale Luft- und Raumfahrtverwaltung  Goddart-Institut für Weltraumforschung 19.04.2019

Bildquelle: Nasa News & Image of the Day * Greendale Weather

Mond - Gezeitenträger auf der Erde, 1/6 der Erdmasse

Bildquelle: esa    *   Wetterdienst.de    Wetter und Klima für D * EU * Welt

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Manifest für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit

17.04.2019 Heute stellte die EP-Linksfraktion GUE/NGL ihr gemeinsames Manifest für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit vor:

Wir drücken den Alarmknopf, um die Klimakrise zu bewältigen!

Im Unterschied zur herrschenden Politik, sagt die Linksfraktion im Europaparlament: "Ein grünerer Kapitalismus reicht nicht. Wir brauchen Investitionen in erneuerbare Energien, den europaweiten Ausstieg aus der Kohle bis 2030, und ein Ende der Subventionen für fossile Energieträger. Klimaschutz als oberste politische Dringlichkeit geht nicht ohne Kämpfe für menschenwürdige Arbeitsplätze, für die Verbesserung der Lebensbedingungen für alle und für die Gleichstellung der Geschlechter. Klimaschutzpolitik muss zugleich auch immer Kampf gegen neoliberale Politik innerhalb der EU und in ihren Beziehungen zu Drittstaaten sein, sowie der Kampf gegen die Unterordnung natürlicher Ressourcen und Gemeingüter wie Wasser, Luft, saubere Umwelt oder Gesundheit unter private Profitinteressen."

Das Manifest und die politischen Forderungen um den Bedrohungen für den Planeten abzuwenden, findet sich weiter unten zum Download in Deutsch, Englisch und Italienisch.
Dazu erklärt Cornelia Ernst, energiepolitische Sprecherin der Delegation DIE LINKE. im Europaparlament:

„Klimaschutz hat absolute Priorität für unsere Fraktion. Dieser Kampf ist für uns kein alleinstehender Kampf - nein, er bedeutet auch, für Gute Arbeit zu kämpfen, für hohe Lebensstandards, für Geschlechtergerechtigkeit und gegen Rassismus. Die natürlichen Lebensgrundlagen und Gemeinschaftsgüter (common goods) wie Wasser, Energie, Luft, eine saubere Umwelt und Gesundheit dürfen nicht den Profitinteressen einiger Weniger untergeordnet werden. Die Unfähigkeit der Regierungen, mit der menschengemachten Klimakrise adäquat umzugehen, beeinträchtigt schon heute das Leben von Millionen Menschen, wobei die Schwächsten am härtesten getroffen werden. Wir brauchen einen nie dagewesenen politischen Willen, um das Voranschreiten der Klimakrise aufzuhalten.“

Cornelia Ernst weiter: „Die nationalen Energie- und Klimapläne, die die Mitgliedstaaten im Rahmen der Governance-Verordnung vorlegen müssen, reichen überhaupt nicht aus, um das Pariser Ziel von einer maximalen Erwärmung bis zu 1,5 Grad einzuhalten. Portugal und Österreich gehen mit gutem Beispiel voran, so möchte Portugal bis 2030 seine Erneuerbaren-Kapazität beim Strom verdoppeln, und Österreich hat sich sogar ein Ziel von 100 Prozent Erneuerbare bis 2030 gesetzt. Aber andere Mitgliedstaaten verlangsamen das Tempo - Bulgarien, Tschechien und Finnland setzen sich für ihren Ausbaupfad der Erneuerbaren ab 2020 einen geringeren Ausgangspunkt als sie in 2017 tatsächlich schon erreicht hatten. Und die Niederlande, Frankreich, Irland, Belgien, Polen und Luxemburg sind immer noch weit von ihren Zielen für 2020 entfernt. Daher müssen sie große Anstrengungen unternehmen, um in die Nähe ihres 2030-Ziels zu kommen. Bei der Energieeffizienz sieht es ähnlich aus: Das kollektive EU-Ziel gibt eine Steigerung von 32,5 Prozent vor, aber höchstwahrscheinlich werden nur 27 Prozent erreicht. Deutschland beispielsweise hat nicht mal Informationen zu seinem geschätzten Endenergieverbrauch für das Jahr 2030 geliefert.“

 Deshalb fordern wir in unserem Manifest gegen den Klima-Notstand:


- Frühzeitige Maßnahmen für Klimaneutralität bis spätestens 2040 einzuleiten - dafür muss die Langfriststrategie ‚Ein sauberer Planet für Alle‘ dringend vom Rat der Mitgliedstaaten überarbeitet werden.

- Einen europaweiten Ausstieg aus der Kohle bis 2030. Die Folgen für die Kohleregionen müssen durch einen eigens zu schaffenden Just-Transition-Fonds und die europäischen Strukturfonds abgefedert werden.

- Eine massive Zunahme von Investitionen in erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energieeinsparungen.

- Das Recht auf Energie muss festgeschrieben werden - das bedeutet für uns auch, das Recht auf erneuerbare Energie zu haben.

- Die Verstaatlichung des Energiesektors voranzutreiben und massive staatliche Investitionen in den öffentlichen erneuerbaren Energiesektor einzuplanen.

- Eine Demokratisierung und Dezentralisierung des Energiesektors; das heißt, es muss sichergestellt werden, dass sich Bürgerenergieprojekte weiterverbreiten können.

- Eine ‚Vergrünung‘ der Steuersysteme in den Mitgliedstaaten, indem sie sicherstellen, dass anstelle der Allgemeinheit die großen Verschmutzer ihren Anteil zahlen und die Finanzmärkte so reguliert werden, dass Investoren strikte Nachhaltigkeitskriterien und soziale Kriterien einhalten müssen.

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Nach der Weigerung der Europäischen Volkspartei (CDU/CSU), der Europäischen Konservativen und Reformer (LKR), der Liberalen (FDP), der Fraktion der Europäischen Freiheit und Direkten Demokratie (AfD) und der Fraktion Europa der Nationen und Freiheiten (Blaue Partei), wurde es Greta Thunberg nicht gestattet, vor dem gesamten Plenum zu sprechen. Aus diesem Grund hielt sie ihre Rede lediglich vor dem Ausschuss für Umwelt, Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Ihre Rede kann hier nachgestreamt werden.

Am Havelufer

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Presseerklärung vom 16. April 2019

Greenpeace-Aktivisten demonstrieren mit 20 Meter großer Müllskulptur gegen Nestlés Plastikmassen

Protest vor Konzernzentrale gegen Einwegverpackungen

Vevey, 16. 4. 2019 – Mit einer 20 Meter großen Skulptur aus Plastikmüll protestieren Greenpeace-Aktivisten heute vor der Schweizer Zentrale des Konsumgüterkonzerns Nestlé. Die drachenartige Riesen-Marionette besteht aus Einwegverpackungen des Konzerns, die Umweltschützer unter anderem auf philippinischen Stränden gesammelt haben. Nestlé gehört weltweit zu den größten Produzenten von Plastikmüll und trägt massiv zur wachsenden Plastikmenge in den Meeren bei. Greenpeace-Aktivisten haben bereits vor Nestlés Landeszentralen auf den Philippinen, in Kenia und Slowenien sowie bei der Nestlé-Tochter Pellegrino in Italien protestiert. In Deutschland haben die Umweltschützer in den vergangenen Wochen auf dem Greenpeace-Schiff ‚Beluga II‘ Rhein und Main auf Mikroplastik untersucht. Die mit einem speziellen Filter genommenen Wasserproben wurden anschließend von Wissenschaftlern an Bord mikroskopisch untersucht.

„Konsumgütergiganten wie Nestlé stellen Millionen von Einwegverpackungen her, von denen viele über Flüsse im Meer landen, sich zu Mikroplastik zersetzen und so unsere Umwelt belasten“, sagt Manfred Santen, Plastikexperte von Greenpeace. „Nestlé muss die Plastikflut stoppen und so schnell wie möglich auf alternative Verpackungskonzepte umstellen.“

Nestlé einer der weltgrößten Produzenten von Plastikmüll

Nestlé hat 2018 rund 1,7 Millionen Tonnen Plastikverpackungen produziert – 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Menge entspricht der Ladung von rund 300 LKW pro Tag. Die Produktion von Einwegverpackungen steigt weltweit, gleichzeitig fehlt es in vielen Regionen an funktionierenden Recyclingsystemen. In Deutschland fallen pro Jahr sechs Millionen Tonnen Plastikmüll an, etwa die Hälfte davon Verpackungsmüll. Die Recyclingquote liegt bei rund 50 Prozent. Weltweit werden nur rund zehn Prozent des produzierten Plastiks wiederverwertet. „Bei Greenpeace-Einsätzen an den müllbedeckten Stränden der Philippinen haben wir festgestellt, dass Verpackungen von Nestlé, Unilever und Procter & Gamble den größten Anteil ausmachen“, sagt Manfred Santen. Dies zeigt auch ein aktueller Bericht der Global Alliance for Incinerator Alternatives (GAIA). Den vollständigen Report finden Sie hier: https://bit.ly/2Glt6oC

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UNVERANTWORTLICH - mit PLEITEN, PECH & PANNEN !


Presseerklärung vom 3. April 2019

Greenpeace-Studie: Strombasierte Kraftstoffe können Klimalücke im Verkehr nicht schließen

Verkehrsministerium überschätzt CO2-Einsparpotenzial von E-Fuels deutlich

 Berlin, 3. 4. 19 – Mit erneuerbarem Strom erzeugte Kraftstoffe können den CO2-Ausstoß im Verkehr nicht kostengünstig senken. So genannte E-Fuels werden dauerhaft deutlich teurer und weniger effizient sein, als Autos direkt mit Strom zu betreiben. Das zeigt eine heute veröffentlichte Kurzstudie des Wuppertal Instituts im Auftrag von Greenpeace. Demnach ist der Energiebedarf für den Betrieb eines Autos mit strombasiertem Kraftstoff fünf bis sieben Mal höher, als der eines vergleichbaren Elektroautos. Entsprechend müssen für den Pkw-Betrieb mit E-Fuels mindestens fünf Mal so viele Windräder und Solaranlagen gebaut werden, wie für die gleiche Zahl E-Autos. Das Verkehrsministerium nimmt für alternative Kraftstoffe laut einer Vorlage für Minister Andreas Scheuer (CSU) ein hohes Minderungspotenzial von acht bis zwölf Millionen Tonnen CO2 an. „Minister Scheuer ist bei der Berechnung von CO2-Einsparungen durch E-Fuels so seriös wie ein Hütchenspieler“, sagt Greenpeace-Verkehrsexperte Benjamin Stephan. „Statt mit Scheinlösungen weiter Zeit zu vergeuden, darf der Minister die Verkehrswende weg vom Verbrenner nicht länger rauszögern.“ Die Studie online: https://act.gp/2CS9urg

 Trotz ihrer niedrigen Effizienz können E-Fuels bei der Verkehrswende eine Rolle spielen, zeigt die Studie. Allerdings nur dort, wo es keine Alternativen gibt – wie im Flugverkehr oder der Schifffahrt. Um die Nachfrage in diesen Bereichen zu decken, sind enorme Strommengen nötig. Allein um das 2018 in Deutschland abgesetzte Kerosin durch E-Fuels zu ersetzen, wären etwa 200 Terrawattstunden erneuerbarer Strom nötig – kaum weniger, als 2018 in Deutschland erzeugt wurde (229 TWh). Das begrenzte Potential strombasierter Kraftstoffe sollte deshalb nicht bei Autos verschwendet werden.

 Verkehrsminister beim Klimaschutz unter Druck

 Wie unrealistisch die Annahmen des Verkehrsministeriums bei E-Fuels sind, zeigt eine einfache Umrechnung: Um im Straßenverkehr die angenommene Menge von zwölf Millionen Tonnen CO2 durch strombasierte Kraftstoffe zu ersetzen, sind etwa 110 Terrawattstunden Strom nötig. Im vergangenen Jahr haben alle in Deutschland installierten Windanlagen zusammen 113 Terrawattstunden Strom erzeugt.

Minister Scheuer muss in Kürze Maßnahmen präsentieren, die den jährlichen CO2-Ausstoß im Verkehr bis zum Jahr 2030 verlässlich um gut 65 Millionen Tonnen auf weniger als 100 Millionen Tonnen senken. Schnell wirksame Maßnahmen wie eine E-Auto-Quote oder höhere Steuern für schwere Spritfresser, hatte Scheuer abgebügelt. „Statt die Aufgabe im Straßenverkehr mit Scheinlösungen wie E-Fuels kleinzurechnen, sollte Minister Scheuer endlich ein Ausstiegsdatum für Diesel und Benziner festlegen“, so Stephan. 

„Nur wenn Verbrenner bald von der Straße verschwinden, werden die Klimaziele im Verkehr auf Dauer erreicht.“

Quelle: Greenpeace



Wie steht es um die OSTSEE ?

4 Fotos als Dokumentation Klimawandel - 

 Viel Sand - Gelbe Luft & Gelbe Sonne - Sturm in Orkanstärke - Vorboten der STURMFLUT Ahrenshoop-Darß, Ostsee; Januar 2019 


Sturmflut Ostsee Darß-Ahrenshoop Januar 2019

 Ahrenshoop Darß - Ostseesturm mit Sturmflut - Das Meer und der Orkan greifen die Düne an.  Foto©Hartmut Ihlefeldt 12.01.2019


STURMFLUT Ahrenshoop-Darß, Ostsee, Der Strand ist vollständig überflutet, die Düne wird zum Teil abgetragen, Januar 2019

Ahrenshoop & Darß - Nach der Sturmflut, Seebrücken beschädigt oder zerstört, Kilometerweiter Dünenabbruch auf 3,00 - 4,00 m Höhe 

Fotos (C) Hartmut Ihlefeldt


Am 6. März haben die Umweltminister der HELCOM-Vertragsstaaten eine neue Ministererklärung  unterzeichnet, die den Weg für zukünftige Maßnahmen zum Schutz der Ostsee ebnen soll. Für Deutschland war Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in Brüssel mit dabei.

Etwa alle drei Jahre findet die HELCOM-Ministerkonferenz statt. Grafik: HELCOM

Einer der Schwerpunkte der Konferenz war der Stand der Umsetzung des „Baltic Sea Action Plan“ (BSAP). Dieser wurde 2007 veröffentlicht und beinhaltet Maßnahmen mit dem Ziel, die Ostsee bis 2021 in einen guten Umweltzustand zu bringen. Dieses Ziel ist sehr ambitioniert, vor allem auch, da die Maßnahmen für die Vertragsstaaten nicht rechtlich bindend sind. Die Ergebnisse des Statusreportes 2017 zeigen, dass es unrealistisch ist, dieses Ziel bis 2021 zu erreichen. Dies gesteht man sich auch in der Ministererklärung ein und einigte sich auf eine Überarbeitung des Aktionsplans. Auch wenn es sicher einige Erfolge in den letzten zehn Jahren zu verzeichnen gab, zum Beispiel was den Eintrag von Schwermetallen in die Ostsee angeht, gab es leider auch Versäumnisse, beispielsweise beim Schutzgebietsmanagement.

Auch in Deutschland besteht Nachholbedarf

Eins der wichtigsten Instrumente zum Schutz der marinen Vielfalt ist das HELCOM-Schutzgebietsnetz, welches insgesamt 11.8 Prozent der gesamten Ostsee umfasst – also sogar das von der CBD (Biodiversitätskonvention der  Vereinten Nationen) geforderte Ziel übertrift, zehn Prozent der Küsten- und Meeresgebiete unter Schutz zu stellen (Aichi Target 11). Wenn wir uns die HELCOM-Schutzgebiete in der deutschen Ostsee angucken, wird dieser Durchschnitt sogar noch überschritten – in den Küstengewässern sind 19,4 Prozent und in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) sogar 54,5 Prozent abgedeckt. In den Küstengewässern könnte diese Zahl aber eigentlich deutlich höher sein, jedoch sind in Mecklenburg-Vorpommern nur die Nationalparke und nicht die Natura-2000-Gebiete an HELCOM gemeldet und somit nicht Teil des HELCOM-Schutzgebietsnetzes. Dieses Netzwerk soll laut BSAP „well-managed and ecologically coherent“ sein. Managementpläne fehlen allerdings noch für die Schutzgebiete in der AWZ sowie teilweise für die Natura-2000-Gebiete in Mecklenburg-Vorpommern. Dies widerspricht nicht nur den HELCOM-Empfehlungen, sondern auch dem EU-Recht.

Auch in den Gebieten, in denen Managementpläne vorhanden sind, heißt das nicht, dass ausreichende Schutzmaßnahmen umgesetzt werden. Vor allem in Bezug auf die kommerzielle Fischerei gibt es kaum Einschränkungen. Selbst in Nationalparkgewässern ist passive Fischerei zulässig, teilweise sogar in den Kernzonen. Vor allem bei der Stellnetzfischerei besteht hier die Gefahr des Beifangs von gefährdeten Nichtzielarten wie Meeresvögeln und Meeressäugern.  Diese Problematik wird zwar bei HELCOM immer wieder diskutiert, aber Lösungsansätze gibt es kaum. So kann der Indikator, der den Beifang von Vögeln und Säugern in der Ostsee bewerten soll, aufgrund mangelnder Daten nicht angewendet werden.

Leider kommen diese konfliktreichen Themen in der Ministererklärung zu kurz. Positiv zu bewerten ist allerdings, dass auch „neuere“ Themen wie beispielsweise Unterwasserlärm, Auswirkung von Medikamentenrückständen und Auswirkung des Klimawandels bei HELCOM in Zukunft stärkere Berücksichtigung finden werden und hoffentlich im überarbeiteten BSAP mit konkreten Handlungsoptionen versehen werden. Im Statusreport von 2017 erreichte keiner der angewandten Bewertungsindikatoren in allen Teilen der Ostsee einen guten Zustand – das  ist ein eindeutiges Ergebnis! Hoffen wir, dass dieser imense Bewertungsaufwand auch viele Maßnahmen zur Verbesserung der Meeresumwelt zur Folge haben wird, denn schließlich sollte genau das der Fokus von HELCOM als Abkommen zum Schutz der Meeresumwelt sein.

Quelle: NABU

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Fridays For Future !

 

Foto: Mikk Schunke

Video: Fridays For Future !

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Greenpeace Presseerklärung vom 21. November 2018

Neue Messungen: Gefährliche Erreger und Nährstoffe belasten Gewässer und Brunnen

Greenpeace weist in Analysen nach Messtour Nitrat sowie resistente Keime nach und fordert bundesweit einheitliche Kontrollen

 

Hamburg, 21. 11. 2018 –  Antibiotikaresistente Keime verbreiten sich weiter unkontrolliert in deutschen Gewässern und Brunnen. Das ist ein Ergebnis der diesjährigen Mess- und Informationstour von Greenpeace durch 21 Städte und weiterer Probenahmen durch Greenpeace-Experten in Seen, Flüssen und  Bächen. In 38 Prozent der untersuchten Wasserproben fanden sich multiresistente Erreger vom Typ ESBL (Der Report mit allen Ergebnissen: https://act.gp/2QY50V0. Die Funde sind alarmierend: Sie liefern weitere Hinweise auf die von der Massentierhaltung ausgehenden Umweltschäden und Gesundheitsrisiken. „Wenn sich diese Keime ausbreiten, wächst die Gefahr, dass immer mehr Antibiotika als wichtigste Waffe gegen Infektionskrankheiten ihre Wirksamkeit verlieren“, sagt Dirk Zimmermann, Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace. „Werden weniger Tiere artgerecht gehalten, lässt sich der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung reduzieren. Damit würden aus unseren Ställen weniger Antibiotikaresistenzen verbreitet.”

Multiresistente Erreger gelangen über Gülle in die Umwelt

Eine systematische Kontrolle durch regelmäßige und flächendeckende Probennahme würde genauere Erkenntnisse zu Ausbreitung und Herkunft der Keime liefern. „Das genaue Ausmaß des Problems ist nicht einmal bekannt, deshalb müssen sich die Bundesländer jetzt dringend auf ein bundeseinheitliches Verfahren zur Kontrolle und Beobachtung einigen. Nur so lassen sich die Ursachen der Verbreitung bekämpfen“, sagt Dirk Zimmermann. „Jeder antibiotikaresistente Erreger in der Umwelt ist einer zu viel.“ Sicher ist:  Die massenhaft in der Landwirtschaft ausgebrachte Gülle hat daran einen Anteil. 2017 fand Greenpeace im Rahmen einer Untersuchung von Schweinegülle aus ganz Deutschland in 13 von 19 untersuchten Proben multiresistente Erreger. Werden Felder mit zu viel Gülle aus der Tierhaltung überdüngt, gelangen diese Keime in Bäche und Flüsse und schließlich in die Meere.

 Wasserschutz durch Abbau der Tierbestände und bessere Haltung

 Die Messungen belegen auch eine hohe Nährstoffbelastung der Gewässer. In 60 Prozent der von Greenpeace genommenen und untersuchten Wasserproben lagen die Werte über dem gesetzlich vorgegebenen Jahresmittelwert für gute Wasserqualität. Brunnenwasser-Proben von Besuchern der Greenpeace-Infotour waren in 13 Prozent der Fälle (31 von 237 Proben) über dem Grenzwert für Trinkwasser mit Nitrat belastet. „Die Überdüngung gefährdet Gesundheit und Umwelt“, sagt Dirk Zimmermann. „Die Bundesregierung muss endlich handeln, um uns und die Umwelt vor den Folgen der Massentierhaltung zu schützen. Notwendig ist ein gezielter Abbau der Tierbestände und eine bessere Haltung.”

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Presseinformation vom 22.10.2018

 Größtes Meeresschutzgebiet der Welt auf der Agenda

Tagung der Antarktis-Kommission gestartet, Greenpeace in Australien vor Ort

Sehr geehrte Damen und Herren,

             die Entscheidung über das größte Meeresschutzgebiet steht kurz bevor. Ab heute bis zum 2. November tagt die Antarktis-Kommission CCAMLR im australischen Hobart. Dort stimmen die 24 Mitgliedsstaaten und die EU auch darüber ab, ob das antarktische Weddellmeer künftig vor industrieller Fischerei und anderer menschlicher Ausbeutung geschützt wird. Mit einer Größe von fast zwei Millionen Quadratkilometern wäre das Schutzgebiet sechsmal so groß wie Deutschland. „Jetzt wird sich zeigen, wie ernst es der Bundesregierung mit dem Schutz der Antarktis ist”, sagt Thilo Maack, Greenpeace-Meeresexperte. “Die deutsche Delegation muss alles dafür tun, um auch Fischereinationen von der Notwendigkeit eines Schutzgebiets zu überzeugen. Länder wie Norwegen, China und Russland dürfen den Antrag nicht für die kurzfristigen Interessen ihrer Fischereiindustrie verwässern“, sagt Maack.

Für Einschätzungen und Kommentierungen der CCAMLR-Tagung vor Ort erreichen Sie Greenpeace-Meeresexperte Thilo Maack unter Telefon +49 171 8780841 oder per Email thilo.maack@greenpeace.org  

 

Hintergrund:

Den Antrag auf das Weddellmeer-Schutzgebiet hatte die EU-Kommission auf Initiative der vorherigen Bundesregierung eingereicht. Im Juni 2018 unterstützen auch die Fraktionen des aktuellen Bundestags einstimmig den Vorstoß.

Greenpeace hatte im Frühjahr 2018 während einer Schiffsexpedition die Bedrohung des antarktischen Ökosystems durch die Krillfischerei aufgedeckt. Zudem hatte ein Team von Wissenschaftlern an Bord besonders schützenswerte Strukturen am antarktischen Meeresboden nachgewiesen.

Weltweit unterstützen mehr als zweieinhalb Millionen Menschen die Greenpeace-Kampagne. Alleine in Deutschland haben mehr als 380.000 Menschen eine Petition an die CCAMLR unterzeichnet. Prominente wie Konstantin WeckerStefan GwildisGünter Wallraff, der 1. FC St. Pauli und viele Weitere engagieren sich ebenfalls als Antarktis-Botschafter*innen für das Weddellmeer. Derzeit rufen zahlreiche Menschen unter dem Twitter-Hashtag #ProtectAntarctic die Delegierten in Hobart zu Mut und Entschlossenheit bei der anstehenden Abstimmung auf.

 

Gerne stehe ich für weitere Fragen zu Interviewpartnern oder Bildmaterial zur Verfügung.

Beste Grüße

Michelle Bayona

Pressesprecherin Greenpeace e.V.

Peter Wohlleben - Das leise Flüstern der Bäume -

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Hundertausende Stimmen für den Antarktisschutz / Greenpeace-Aktivisten übergeben gemeinsam mit Sänger Stefan Gwildis Petition an das Landwirtschaftsministerium


Simone Miller<simone.miller@greenpeace.de>
12:35    09.10.2018

Berlin, 9. 10. 2018 – Für die Einrichtung des weltweit größten Meeresschutzgebietes im antarktischen Weddellmeer überreicht heute eine Greenpeace-Delegation im Berliner Landwirtschaftsministerium insgesamt 384.085 in Deutschland gesammelte Unterschriften. Die Vertreter von Greenpeace-Gruppen aus Lübeck und Hamburg sowie den Greenpeace-Kids werden von dem deutschen Soulsänger Stefan Gwildis begleitet. Gwildis engagiert sich als Antarktisbotschafter für den Erhalt der antarktischen Meere. Empfangen werden die Umweltschützer von Staatssekretär Michael Stübgen. Überreicht wird auch eine künstliche Eisscholle in der Form der Antarktis, in deren Sockel Teile der Unterschriftenliste integriert sind. Weltweit haben über zwei Millionen Menschen die Petition unterzeichnet. „Antarktische Wildtiere wie Wale, Pinguine, Robben brauchen konsequenten Schutz“, sagt die Lübecker Greenpeace-Aktivistin Ingrid Boitin. „Die Unterschriften sind ein deutliches Zeichen für den Wunsch der Menschen, dieses Schutzgebiet einzurichten.“

Vom 22. Oktober bis 2. November tagt die Antarktiskommission CCAMLR (Commission for the Conservation of Antarctic Marine Living Resources) im australischen Hobart. Das Gremium entscheidet über den im Namen der EU von der Bundesregierung eingebrachten Vorschlag für das Weddellmeer-Schutzgebiet. Ein Meeresbereich von fast zwei Millionen Quadratkilometer Größe – fünfmal mehr als die Fläche Deutschlands – wäre damit vor der industriellen Ausbeutung geschützt. Allerdings sind erklärte Gegner des Schutzgebietes wie China, Norwegen und Russland noch nicht überzeugt worden. Dafür müssen sich deutsche Regierungsvertreter dringend auf höchster politischer Ebene einsetzen.

Für das größte Meeresschutzgebiet der Welt

Das südliche Eismeer ist bedroht: Der fortschreitende Klimawandel öffnet bislang mit Eis bedeckte Regionen für die industrielle Fischerei.  Mit dem Expeditionsschiff „Arctic Sunrise“ war Greenpeace im Frühjahr in der Antarktis, um wissenschaftliche Daten zu sammeln und die zerstörerischen Methoden der Industriefischerei aufzuzeigen. Ein Forschungsteam wies mittels U-Boot-Tauchgängen in hunderten Metern Tiefe empfindliche und damit schützenswerte Strukturen nach – darunter Schwämme, Korallen und Seefedern.

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Thilo Maack, Greenpeace-Meeresexperte, Tel. 0171-8780841. Foto- und Videomaterial zur Schiffsexpedition in der Antarktis unter: http://bit.ly/2Ffdn8p oder Tel. 040/30618-376. Kampagnen-Webseite: www.greenpeace.de/antarktis

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Greenpeace-Kommentar zur Ankündigung Kanzlerin Merkels, Fahrverbote via Gesetz zu erschweren:


Gregor Kessler<gregor.kessler@greenpeace.de>

10:19

An  presse@photographie-spandau.com  

Kommentar

 

Berlin, 22. 10. 2018 – Per Gesetz will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Fahrverbote für Diesel-Pkw erschweren, berichtet die Deutsche Presseagentur. Demnach hält die Kanzlerin Fahrverbote für nicht verhältnismäßig, wenn die NO2-Grenzwerte nur in geringem Umfang überschritten werden. Es kommentiert Greenpeace-Verkehrsexperte Benjamin Stephan:

 „Wenn der Schutz der Menschen vor schlechter Luft per Gesetz verboten werden soll, schraubt das den Dieselskandal auf ein bislang unerreichtes Niveau. Die Bundesregierung lehnt Hardwarenachrüstungen ab, sie ist gegen die blaue Plakette, nun will sie Fahrverbote verbieten – doch wie die Menschen in den Städten schnell saubere Luft atmen können bleibt weiter völlig unklar. Was verhältnismäßig ist, lässt sich nicht gesetzlich regeln. Der Versuch wird zwangsläufig vor Gericht landen, entsprechend wirkt Merkels Versuch wie ein zynisches Spiel auf Zeit.

 Natürlich dürfen nicht Dieselkäufer ausbaden, was betrügerische Hersteller und untätige Politiker ihnen eingebrockt haben. Aber der Abgasbetrug darf auch nicht auf Kosten der Gesundheit von Hundertausenden Stadtbewohnern gehen. Nur mit einer Verkehrswende weg von Diesel und Benzinern wird die Bundesregierung politisches Flickwerk und die Unsicherheit der Verbraucher verhindern und die Luft in den Städte schnell bessern.“

 Für Rückfragen erreichen Sie Benjamin Stephan unter Tel. 0151–57208151,  Internet: www.greenpeace.de

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50.000 demonstrieren am Hambacher Wald für schnellen Kohleausstieg // Gemeinsame Pressemitteilung von Buirer für Buir, BUND, Campact, Greenpeace und NaturFreunde Deutschlands


Greenpeace Presse<presse@greenpeace.de>

6.10.2018 14:30
An  
presse@photographie-spandau.com  
Gemeinsame Pressemitteilung von Buirer für Buir, BUND, Campact, Greenpeace und NaturFreunde Deutschlands vom 6. Oktober 2018

++ 50.000 demonstrieren am Hambacher Wald für schnellen Kohleausstieg ++

Berlin/Buir, 6.10.2018 – 50.000 Menschen demonstrieren heute am Hambacher Wald friedlich für einen schnellen Kohleausstieg und gegen die Zerstörung des Waldes. Es ist die bislang größte Anti-Kohle-Demonstration im Rheinischen Revier. Wegen Staus und Überlastung der Bahn kam es zu Verzögerungen bei der Anreise. Noch bis zum späten Nachmittag werden tausende Menschen am Wald ankommen. 

Die Veranstalter der Großdemonstration, die Initiative Buirer für Buir, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, Greenpeace und die NaturFreunde Deutschlands, forderten gemeinsam mit den Teilnehmern von der Bundesregierung einen zügigen Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohle und von dem Energiekonzern RWE einen Komplettverzicht auf die geplante Rodung des Hambacher Waldes. Noch gestern musste das Demo-Bündnis die Genehmigung für die Kundgebung mit einem Eilantrag gerichtlich einklagen. 

Die Demonstration verlief wie die überwiegende Mehrheit der Proteste rund um den Hambacher Wald friedlich, viele Familien mit Kindern waren gekommen. Bekannte Künstler wie die Band Revolverheld unterstützten die Großdemonstration.

Auch online sprechen sich immer mehr Menschen für entschlossenen Klimaschutz und gegen die Abholzung des Waldes aus. Mehr als 800.000 Menschen unterstützen bereits den Online-Appell „Hambacher Wald: Retten statt roden“.

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ZITATE der Redner/innen:

Antje Grothus, Initiative Buirer für Buir:

„Gerichte mussten durchsetzen, was eigentlich Aufgabe der Politik ist, nämlich wertvolle Natur zu schützen vor den rücksichtslosen und rechtswidrigen Plänen eines Energiekonzerns. Die Sturheit von RWEs Kohlepolitik und der Beistand der Landesregierung haben Deutschland international blamiert. Jetzt muss die Bundesregierung die letzten Restedes deutschen Klimarufs retten und den Kohleausstieg sehr ambitioniert angehen.“

                                                                                                           BUND-Vorsitzender Hubert Weiger:

„Wir haben heute ein starkes Signal der Zivilgesellschaft für einen schnellen Kohleausstieg gesendet. Trotz aller Versuche von RWE und der NRW-Landesregierung den Protest unmöglich zu machen, haben sich Tausende für mehr Klimaschutz stark gemacht. Jetzt gibt es ein Zeitfenster in der Kohlekommission, einen großen gesellschaftlichen Kompromiss für den schnellen Kohleausstieg und für zukunftsfähige Arbeitsplätze in den betroffenen Regionen zu verhandeln.“

Christoph Bautz, Geschäftsführender Vorstand von Campact:

„RWE und die Regierung Laschet haben mit ihrer Ignoranz und Arroganz im Hambacher Wald eine krachende Niederlage erlitten – ein riesiger Erfolg für die Klimaschutz-Bewegung. Doch das war erst der Auftakt: Noch nie haben so viele Menschen für den Ausstieg aus dem Klimakiller Braunkohle demonstriert. Jetzt lassen wir nicht mehr locker, bis die Bagger endlich still stehen und die Schlote nicht mehr rauchen.“

Martin Kaiser, Greenpeace-Geschäftsführer:

„Dieser Tag zeigt, wie stark die Klimabewegung inzwischen geworden ist. Sie hat RWEs rücksichtslose Kohlepläne gestoppt und sendet damit ein klares Signal Richtung Berlin: Hunderttausende Menschen wollen, dass der Ausstieg aus der Kohle schon heute beginnt. Kein Wald, kein Dorf, keine Kirche dürfen mehr für klimaschädliche Kohle geopfert werden.  Nun kann die Kohlekommission endlich ohne RWEs Störfeuer an ihrem Auftrag arbeiten. Sie muss bis Ende des Jahres einen Plan vorlegen, wie Deutschland seine Energieversorgung schnell genug modernisiert, um die Pariser Klimaziele zu erreichen und den Menschen in den Revieren dabei eine Zukunftsperspektive zu bieten.“

Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands:

„Es geht hier um viel mehr als allein den Hambacher Wald. Wir brauchen den schnellen Kohleausstieg und insgesamt das Ende des fossilen Zeitalters, denn die Menschheit ist auf dem Weg in die ökologische Selbstvernichtung. Niemand kann die Gesetze der Natur ignorieren. In der Kohlekommission darf es bei den Ausstiegsfristen nicht um irgendeinen Deal gehen. Im Klimaschutz muss das Notwendige und nicht nur das scheinbar Mögliche getan werden.“

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Klare Worte vom Berliner Regierenden Bürgermeister !


Im Abgeordnetenhaus hat es gestern gefunkelt, externe Euphoriker würden von einer Sternstunde sprechen, aber in Berlin neigen wir ja nicht zu Übertreibungen (allenfalls zu ein bisschen Größenwahn). Die ersten Worte im letzten Checkpoint der Woche gehören deshalb dem

Regierenden Bürgermeister von Berlin, oder, wie ihn Parlamentspräsident Wieland präsentierte: „Bitte schön, Herr Müller!

„Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich möchte zu Beginn meiner Rede etwas zu diesem Ort sagen. Dieser Saal hier, in dem wir debattieren, ist ein für uns selbstverständlicher Ort lebendiger politischer Debatten, des politischen Schlagabtauschs. Dieses Haus, dieser Plenarsaal, ist das Zentrum der Berliner Demokratie, und ich glaube, wir Abgeordneten sollten uns gerade in diesem Saal unserer besonderen Verantwortung bewusst sein, tatsächlich alles zu tun, um unsere Demokratie zu schützen, denn in diesem Saal tagte das letzte Mal ein demokratisches Parlament Preußens vor der Machtübernahme der Nazis, die dann wie in vielen anderen Parlamenten hier wüteten,
gewählte Abgeordnete einschüchterten. Wir wissen, viele landeten im Konzentrationslager, wurden verfolgt, wurden drangsaliert. In diesem Raum tagte zwei Jahre der Volksgerichtshof. Diesen Saal, unseren Plenarsaal, hat Hermann Göring zu einem Ballsaal gemacht – mit der
Begründung, dass er dieses „Haus der Schwätzer“ nicht mehr ertrage.

Ich glaube, diese Geschichte macht diesen Saal so besonders, und sie verpflichtet uns. Sie verpflichtet uns hinzugucken. Niemand darf mehr weggucken, wenn Parolen gegrölt werden, wenn der Hitlergruß gezeigt wirdund wenn Nazi-Symbole gezeigt werden. Dagegen gibt es Gesetze, und wir müssen und werden sie durchsetzen. Wir sind es den Menschen schuldig, die unter Nazis gelitten haben. Wir sind es den Jüdinnen und Juden schuldig.“

An dieser Stelle vermerkt das Parlamentsprotokoll: „Beifall bei der SPD, der CDU, der Linken, den Grünen und der FDP.“

Also bei allen, bei fast allen, um genau zu sein – nur die Fraktion der AfD, angeführt von Ex-Offizier Georg Pazderski, fand das nicht der Zustimmung würdig. Die Nazizeit ist für die Partei ja auch nur ein Vogelschiss, nicht der Rede wert.
Hören wir noch ein bisschen dem Regierenden zu:

„Herr Pazderski! Sie können hier erzählen, was Sie wollen, und noch so freundlich auftreten und Appelle formulieren. Dass eben an dieser Stelle - und ich habe es bewusst so formuliert, weil ich wusste, was kommt - niemand aus Ihrer Fraktion geklatscht hat, das zeigt, wessen Geistes Kind Sie und Ihre Fraktion sind. Das zeigt es.

Nein, meine Damen und Herren, es geht nicht darum, politische Debatten zu unterdrücken, oder darum, dass die Regierung sich nicht der Opposition und der Kontrolle stellt. Alles Quatsch! Natürlich geht es darum, und jeder kann und soll sich in unserer Demokratie beteiligen und hingucken und kritisieren. Jeder kann frei wählen. Jeder kann sich für die eine oder andere Partei entscheiden. Man kann wütend sein auf die Parteien, und man kann sich gegen sie engagieren in anderen parlamentarischen Plattformen und Organisationen. Aber um Wut und Unverständnis auszudrücken, muss in unserem Land niemand mit Rechtsextremen und Rechtspopulisten mitlaufen - weder hier, noch in einer anderen Stadt.

Wer diesen Konsens der Demokraten verlässt, wer hier nicht eindeutig ist, sondern zweideutig redet und handelt, wo klare Abgrenzung vonnöten ist, der wird immer und überall – und ich glaube, nicht nur aus der Mitte dieses Parlaments – auf erbitterten Widerstand stoßen.“
Quelle: Der Tagesspiegel

 

 

 Foto©Hartmut Ihlefeldt

.ausgestrahlt-Newsletter 

20. September 2018
es schreibt Angela Wolff

Lesen, handeln und weiterschicken!


Lieber Hartmut Ihlefeldt,

in den kommenden Jahrzehnten reißt die Atomindustrie insgesamt 33 Atomanlagen in Deutschland ab – möglichst kostengünstig. An einigen Standorten läuft der Abriss bereits, an anderen steht er kurz bevor. Halten die Atomkonzerne weiter am geplanten Billig-Abriss fest, sind bereits jetzt zwei Dinge klar:

1. Die Strahlenbelastung für die Bevölkerung an den AKW-Standorten nimmt nach dem Abschalten der Reaktoren nicht ab. Im Gegenteil: Beim Abriss muss sogar mit einem Anstieg radioaktiver Emissionen gerechnet werden. Strahlendes Abrissmaterial wird zerlegt, zerkleinert und bearbeitet. Dabei entstehen radioaktive Stäube und Abwässer.

2. Mehrere Millionen Tonnen gering radioaktive Abrissabfälle werden aus der Atomaufsicht entlassen und in der Umwelt verteilt.

Bis zu 99 Prozent eines Atomkraftwerkes landet buchstäblich in der Mülltonne. Die Abfälle werden recycelt, verbrannt oder auf Deponien eingebaut. Darunter auch schwach strahlendes Material, das durch den Anlagenbetrieb kontaminiert oder aktiviert wurde. Der Deutsche Ärztetag und die Landesärztekammer in Baden-Württemberg warnen vor den Gesundheitsrisiken. Umweltinitiativen schlagen Alarm. Bürger*innen und Kommunalpolitiker*innen an Deponie-Standorten protestieren und Deponien verweigern vielerorts die Annahme von AKW-Abfällen. Alternativen zum Billig-Abriss liegen längst auf dem Tisch, doch Atomindustrie und Staat sind nicht bereit, umzulenken.

Mit dem AKW-Abriss rückt insbesondere an Deponie-Standorten ins öffentliche Interesse, was von der Bevölkerung lange Zeit weitgehend unbemerkt blieb: Bereits seit den 1990er Jahren landen radioaktive Abfälle undeklariert in der Abfallwirtschaft – und das völlig legal.

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hat in einer aufwendigen Recherche Auskünfte darüber gesammelt, wo überall in Deutschland bereits radioaktive Abfälle gelandet sind. Auf Grundlage der BBU-Recherche und zusätzlicher Medieninformationen hat .ausgestrahlt eine Atomschutt-Karte erstellt. Darauf sind Deponie-Standorte und Müllverbrennungsanlagen markiert, von denen bekannt ist, dass dort bereits radioaktives Material aus Atomanlagen abgeladen wurde. Zur Atomschutt-Karte geht es hier.

Auf der .ausgestrahlt-Website findest Du außerdem viele Hintergrundinfos zu diesem Thema.

Die wichtigsten Fakten sind in dem kostenlosen Flyer „Freigemessen und Vergessen“ zusammengefasst. Die Broschüre„AKW-Abriss“ bietet Dir einen umfassenden Überblick.

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Presseerklärung vom 18. September 2018

Ostsee bei Stralsund   Foto©Hartmut Ihlefeldt

 Greenpeace geht der Überdüngung der Ostsee auf den Grund !

Meeresschutz-Tour: „Beluga II“ legt für Besucher in vier deutschen Küstenstädten an

 Flensburg/Ostsee, 18. 9. 2018 – Auf der Suche nach düngebelasteten Gebieten und sogenannten „toten Zonen“ nimmt Greenpeace in den kommenden zwei Monaten Wasserproben entlang der Ostseeküste. Mit einem Labor an Bord des Greenpeace-Schiffs „Beluga II“ untersucht die unabhängige Umweltorganisation Flussmündungen und Förden von Dänemark bis Polen auf ihren Sauerstoffgehalt, Nitrat, Phosphat und multiresistente Keime. In Flensburg, Greifswald, Lübeck und Warnemünde können Besucher das schwimmende Labor besichtigen und eigene Gewässerproben testen lassen. Vor allem durch Gülle aus der Massentierhaltung gelangen oft Problemstoffe über Flüsse und Bäche ins Meer und tragen zur Überdüngung der Ostsee bei. In Deutschland fällt laut Statistischem Bundesamt jeden Tag Gülle von fast 27 Millionen Schweinen und gut 12 Millionen Kühen an, das entspricht etwa 15.000 Tanklastern. „Die Massentierhaltung führt zu enormen Mengen Gülle-Abfall, die unsere Flüsse und Meere gefährden“, sagt Manfred Santen, Chemie-Experte von Greenpeace. „Die Zahl gehaltener Schweine und Kühe muss sinken.“ Zur Tour: www.greenpeace.de/beluga

 Gelangen die Nährstoffe ins Meer, wachsen dort Algen stärker als gewöhnlich. Wenn sie absterben, wird dem Wasser Sauerstoff entzogen. In den so entstehenden sauerstoffarmen Gebieten können sich sogenannte „tote Zonen“ entwickeln, in denen fast nichts mehr leben kann. Bislang existieren vor allem Daten zu toten Zonen im offenen Meer, Greenpeace ergänzt diese durch Messungen in küstennahen Bereichen.

 Die Wasserproben, die Interessierte zu den Besuchertagen mitbringen können, sollten aus Brunnen oder Gewässern wie etwa Zuflüssen zur Ostsee stammen. Mit einem Schnelltest werden die Proben auf ihren Gehalt an Nitrat und Phosphat geprüft. Greenpeace hat in den vergangenen Wochen mit einer Messtour bereits in 21 Städten Daten erhoben und Wasserproben von Seen, Bächen und aus privaten Brunnen untersucht. Die Proben von Greenpeace untersucht ein Labor zudem auf multiresistente Keime: Durch die hohen Mengen Antibiotika in der Massentierhaltung können Keime entstehen, die gegen medizinisch wichtige Antibiotika resistent sind. Die Keime können sich über die Gülledüngung verbreiten, das hatte Greenpeace bereits 2017 anhand von Proben aus Schweineställen, die multiresistente Keime enthielten, nachgewiesen.

 Einfache Rechnung: Weniger Tiere – weniger GülleDeutschlands Agrarindustrie produziert Fleisch im Überschuss und exportiert ins Ausland. Zurück bleibt jedoch die umweltbelastende Gülle. Deutschland drohen milliardenhohe Strafzahlungen an die EU, weil es sich nach Urteil des Europäischen Gerichtshofs nicht ausreichend um den Schutz des Grundwassers kümmert. Alle Transporte und Ausbringungen von Gülle müssten erfasst werden, so Greenpeace. Dafür müsste Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) das Düngerecht verschärfen. „Grundwasser, Flüsse und Meere brauchen Schutz vor der Massentierhaltung. Ministerin Klöckner ist dafür mitverantwortlich“, sagt Santen.

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Presseerklärung vom 16. August 2018 Greenpeace

Fraunhofer-Studie: Deutschland kann Klimaziel 2020 sicher erreichen



Alte Kohlekraftwerke drosseln und abschalten kann bei sicherer Stromversorgung Treibhausgase deutlich senken zeigt Greenpeace

Berlin, 16.08. 2018 – Deutschland kann sein Klimaziel für das Jahr 2020 erreichen und dabei die Versorgung mit Strom und Wärme sicherstellen. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Fraunhofer-Instituts im Auftrag von Greenpeace, die heute in Berlin vorgestellt wird. Der Studie zufolge müssen dafür die ältesten Braunkohle-Blöcke abgeschaltet, Wind- und Solarkraft wie im Koalitionsvertrag vereinbart ausgebaut und Braunkohlekraftwerke, die älter als 20 Jahre sind, in ihrer Leistung leicht gedrosselt werden. So könnten die deutschen CO2-Emissionen bis 2020 wie von der Bundesregierung wiederholt versprochen um 40 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden. „Wenn die Bundesregierung ihr Klimaziel ohne Not aufgibt, torpediert sie jeden internationalen Ehrgeiz, den Planeten zu kühlen“, sagt Anike Peters, Energieexpertin von Greenpeace. „Deutschland kann 2020 wie versprochen 40 Prozent weniger Treibhausgase ausstoßen und dabei die Versorgung sicherstellen. Nicht die technischen Möglichkeiten fehlen, sondern allein der politische Wille.“

Hitzesommer unterstreicht Notwendigkeit zu handeln

Klimamodelle zeigen, dass verzögerte Maßnahmen zum Schutz des Klimas weitreichende Folgen haben. Wissenschaftler des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung haben berechnet, dass jede Verzögerung des Scheitelpunktes der weltweiten CO2-Emissionen um fünf Jahre einen zusätzlichen Anstieg des Meeresspiegels von 20cm bedeuten kann, mit katastrophalen Folgen für Küsten und Inseln. „Der diesjährige Hitzesommer mit Dürre, Waldbränden und Starkregen zeigt, wie empfindlich die Natur auf die Erderhitzung reagiert“, so Peters. „Jedes Jahr, das reiche Länder wie Deutschland den nötigen Kohleausstieg verzögern, steigert die wirtschaftlichen Schäden des Klimawandels - auch in Deutschland. Die Bundesregierung sollte unseren Plan daher prüfen - und zügig umsetzen.“

Der deutsche CO2-Ausstoß stagniert seit 2009 auf hohem Niveau, auch weil besonders klimaschädliche Kohlekraftwerke mehr Strom produzieren, als in Deutschland  überhaupt gebraucht wird. „Technisch ist das Klimaziel 2020 problemlos erreichbar. Die versorgungssichere Lösung ist ein Dreiklang aus Abschaltung und Drosselung der ältesten Braunkohleblöcke sowie dem im Koalitionsvertrag beschlossenen Ausbau von Solar- und Windanlagen“, sagt Fraunhofer-Wissenschaftler Norman Gerhardt.

Die Studie nennt Namen und Standorte von 14 Braunkohle-Blöcken, die bis 2020 stillgelegt werden können. Mit 6,1 Gigawatt entspricht dies weniger als einem Sechstel der deutschen Kohlekraftwerks-Kapazität. Die regional ausgewogene Verteilung umfasst Standorte in Nordrhein-Westfalen wie Niederaußem und Weisweiler  sowie ostdeutsche Kraftwerke wie Boxberg und Jänschwalde. Den vollständigen Ausstieg aus der Braun- und Steinkohlenutzung fordert Greenpeace bis spätestens 2030.

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Presseerklärung vom 8. August 2018

Zugspitze: Greenpeace demonstriert für Kohleausstieg

Folge des Hitzesommers:  Kohleverbrennung muss auslaufen

Zugspitze/Hamburg, 8. 8. 2018 – Den Schneeferner, einen Gletscher auf der Zugspitze, besteigen heute Morgen 10 Greenpeace-Aktivisten und ziehen eine Bilanz des bisherigen Hitzesommers. Auf einem acht mal acht Meter großen Banner steht “Sommer 2018: Hitze, Dürre, Gletscherschmelze – Kohleausstieg jetzt starten!“. „Wir müssen so schnell wie möglich die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas beenden. Ansonsten werden verdorrte Äcker, brennende Wälder, austrocknende Flüsse und schmelzende Gletscher zur Normalität“, sagt Greenpeace-Sprecher Thilo Maack. „Die Bundesregierung muss jetzt handeln und den Klimaschutz entschieden anpacken.“

2018 reiht sich ein in die Hitzerekorde des 21. Jahrhunderts. So wurden zehn der fünfzehn wärmsten Jahre in Deutschland seit dem Jahr 2000 gemessen. Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war es im Zeitraum April bis Juli nie heißer. Außerdem leidet Deutschland aktuell unter extremer Trockenheit. Noch nie ist  zwischen April und Juli so wenig Niederschlag gefallen. Die Folge sind Ernteausfälle, Waldbrände, Fischsterben und Gletscherschmelze. Die Durchschnittstemperatur in Deutschland liegt derzeit bereits bei 1,4 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Das führt auch zu einem beschleunigten Abschmelzen der Gletscher wie dem Schneeferner-Gletscher an der Zugspitze, der nur noch ein Sechstel seiner Ursprungsgröße hat. Schmelzende Gletscher bedeuten Artensterben und Erosions- und Erdrutschgefahr, zudem geht ihre wichtige Funktion als Wasserspeicher verloren.

Nur starker Klimaschutz kann die Krise noch abwenden

„Es passiert genau das, was die Klimamodelle vorhersagen. Wir sind mitten in der Klimakrise und sie wird sich weiter verschärfen“, sagt Thilo Maack. „Die rasante Geschwindigkeit des Klimawandels steht dabei im krassen Gegensatz zum Kriechtempo der Klimapolitik. In Deutschland müssen dringend erste, besonders schädliche Braunkohlekraftwerke abgeschaltet werden. Im Jahr 2030 muss das letzte Kohlekraftwerk vom Netz gehen.“ Klimaschutz lohnt sich dabei. Wissenschaftler der Stanford-Universität haben berechnet, dass jeder Euro, der heute für den Klimaschutz ausgegeben wird, künftig mehr als 30 Euro zur Beseitigung der Schäden einspart.

Durch das Abschalten von Braunkohlekraftwerken könnten bereits kurzfristig beträchtliche  CO2-Einsparungen erzielt werden, ohne die Energieversorgung in Deutschland zu beeinträchtigen. Trotz des stetigen Zuwachses an Strom aus Sonne und Wind sinken hier die CO2 Emissionen seit 2009 nicht. Einer der Hauptgründe: Kohlekraftwerke verfeuern über den Bedarf hinaus klimaschädliche Braunkohle.  Derzeit werden etwa 10 Prozent des deutschen Stromes als Überschuss ins Ausland verkauft. „Ein Abschalten der ältesten und klimaschädlichsten Braunkohlekraftwerke ist versorgungssicher möglich und zwingend notwendig“, sagt Maack.


Greenpeace Pressemeldung 31.07.2018

Hamburg, 31. Juli 2018 –Für heute prognostiziert der Deutsche Wetterdienst den heißesten Tag des Jahres. Es kommentiert Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser. Er ist Mitglied der von der Bundesregierung eingesetzten Kohlekommission, die den Ausstieg aus der Kohleverstromung entwerfen soll:

"Dem heutigen heißesten Tag des Jahres werden noch viel extremere Hitzewellen und Rekorddürren folgen, wenn wir nicht rasch unseren CO2-Ausstoß reduzieren. Acht der zehn heißesten Jahre wurden in diesem Jahrhundert gemessen. Wir sind mitten in der Klimakrise und sie wird sich verschärfen. Obwohl zur Zeit Solaranlagen Rekordmengen an Strom liefern, laufen bei uns veraltete Braunkohlekraftwerke rund um die Uhr und produzieren nicht nur große Mengen überschüssigen Strom, sondern auch Unmengen an klimaschädlichem CO2. Wegen der Hitze gehen bereits jetzt Steinkohlekraftwerke vom Netz, ohne dass irgendwo ein Licht deswegen ausgeht. Wir fordern die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel auf, vor allem alte, ineffiziente Kohlekraftwerke unverzüglich zu drosseln und verzichtbare Kohlemeiler vom Netz nehmen zu lassen."

Für Rückfragen erreichen Sie Martin Kaiser über Tina Loeffelbein, Koordinatorin politische Kommunikation +49 151 167 209 15

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Professor Harald Lesch :

Donald Trump - wissenschaftlich geprüft !?

 

 


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Autorin Eva Schlegl:  "101 Fahrten, die im Kopf bewegen"

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Die Ursache allen Übels: Das Geldsystem, unbedingt anschauen !


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Green Me Award

So sehen Sieger aus ...

Umweltschutz im Spiegelzelt: Bei der Green Me Awards Gala werden Nachhaltigkeit und der Auftakt des 

Green Me Jubiläumsjahres 2017 gefeiert


10. GREEN ME GLOBAL FESTIVAL FOR SUSTAINABILITY 

Climate|Joy|Air 

PROGRAMM Freitag bis Sonntag 27.-29.01.2017 

CinemaXX Potsdamer Platz Berlin

 

  • Green Me-Gewinnerfilme auf der großen Awards Gala ausgezeichnet
  • Wissenschaftler, Filmemacher, Jury und Prominenz feiern zusammen mit dem Green Me Festivalteam in der Bar jeder Vernunft
  • Das Green Me Jubiläumsfestival zieht weiter seine internationalen Kreise
  • Die Gewinner des Green Me Festival for Sustainability Berlin 2017

 

  • Kategorie Kids: ICE AGE 4
  • Kategorie Filmworkshop: Breathing Pillsv
  • Kategorie Youtube: Luftverschmutzung – Die Atmosphäre im Jahr 2050
  • Kategorie Youth: The Secret of the Forest
  • Kategorie Kurzfilm: Operation Erdklima
  • Kategorie Spielfilm: The Dream of Water
  • Kategorie Climate: Before the Flood
  • Kategorie Joy: Passion for Planet
  • Kategorie Air: Carbon Crooks
  • Grand Jury: Carbon Nation


Die Jury

Moderatorin Melissa Khalaj, Dr. Erika von Schneidemesser Projektleitung Klimawandel und Luftqualität IASS, Nicolai Niemann Festivalpräsident, Weltstar Ralf Möller, Schauspielerin Annika Ernst, Nkiru Niemann (Director International Affairs & Production Green Me Festival)

   

Berlin, 30. Januar 2017 Die Bar jeder Vernunft ist ein besonderer Ort, um für ein größeres Bewusstsein für Klima- und Umweltschutz einzutreten: Das Spiegelzelt in Berlin-Wilmersdorf vereint seit jeher Künstler verschiedener Genres, deren Ziel es ist, gesellschaftlich relevante Themen publik zu machen. Genau wie das Green Me Festival for Sustainability! Bereits zum zehnten Mal hat das Green-Me-Festival-Team gemeinsam mit Sponsoren und Partnern anlässlich der Berlinale das wohl grünste Festival des Jahres ausgerichtet. Mit Filmscreenings, Panels und Diskussionen, einem Filmworkshop für Filmhochschulstudenten mit Volker Langhoff sowie dem Marketplace auf dem Festivalgelände sind ein weiteres Mal die Themen Klimawandel und Umweltschutz in den Mittelpunkt der Berliner Öffentlichkeit gerückt worden.

In der Bar jeder Vernunft wurde mit Stars wie der Sängerin und Frontfrau von Frida Gold, Alina Süggeler, der Moderatorin und Schauspielerin Caroline Beil, den Models Marie Nasemann und Sara Nuru und Schauspielgrößen wie Clelia Sarto und Aleksandar Jovanovic gefeiert – und zwar nicht nur der Abschluss des 10. Green Me Festivals in Berlin, sondern auch die Gewinner der diesjährigen Green Me Awards in der Bundeshauptstadt!

 Der Regierende Bürgermeister Michael Müller übernimmt die 

Berliner Schirmherrschaft !

 Der Regierende Bürgermeister Michael Müller ist der Schirmherr für den Festivalstart 2017 in der Bundeshauptstadt. Beim Grand Opening am Freitag, den 27. Januar wird er anwesend sein und das Green Me-Jubiläumsfestival 2017 offiziell eröffnen.

GREEN ME  Panorama

 Foto©Hartmut Ihlefeldt

Green Me Awards Gala


VIP- Name        VIP - Position

Lenn Kudrjawizki        Schauspieler

Caroline Beil         Schauspielerin und Moderatorin

Annika Gassner       Top – Model

Sarah Schermuly     Theaterregisseurin und – Schauspielerin

Alina Süggeler      Sängerin/Frontfrau Frida Gold

Cielia Sarto     Schauspielerin

Aleksander Jovanovich     Schauspieler

Inga Lieckfeldt       Designerin Label BERLINA PFLANZE

Claudia Dost     Green Lifestyle Reporterin

Sara Nuru       Top - Model

Sophia Hoffmann     Vegane Küchen

Samuel Schneider      Schauspieler

Eva Nürnberg      Schauspielerin

Ute Zahn  Inhaberin     Agentur Artist Network

Nicola Tanascovic      REWE Group

Philipp Berens     Objektleiter ARTE Magazin

Karim Günes       Schauspieler

Jessica Becker      PR-Managerin   Tanz – und Bewegungstherapeutin

Joachim Dettmann       Fundraising & Stiftungsberatung

Cecilia Fuentes Ibarburu    Gründerin South Ambassy

Marie Nasemann      Model und Bloggerin

Anabelle Mandeng     Moderatorin und Schauspielerin 

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Foto©Hartmut Ihlefeldt

Kameramann Volker Langhoff lobte vor allem das Engagement der jungen FilmstudentInnen für das Thema Nachhaltigkeit: "Ich bin als Filmemacher sehr viel auf der Welt unterwegs. In vielen, vielen Ländern ist die Uhr leider nicht mehr 5 vor 12, sondern schon 5 nach 12. Deshalb müssen wir etwas tun – und wer kann das besser als die nächste Generation! Deshalb danke ich euch für euer Engagement und die kreative Zusammenarbeit im Green Me Filmworkshop, die mir sehr, sehr viel Spaß gemacht hat!"

Axel Gundolf wiederum nahm als National Geographic Channel Director den Green Me Award für die Hausproduktion "Before the Flood" entgegen, die dem Green Me Festival kostenlos zum Screening zur Verfügung gestellt wurde. "Sicherlich hätten alle Filme diesen Preis verdient. Denn dies ist eine Zeit, in der die Vermittlung von umweltpolitischen Themen wichtiger ist denn je. Auch National Geographic engagiert sich leidenschaftlich dafür. Allein 27 Cent von jedem verdienten Euro gehen direkt in Projekte der National Geographic Society zum Schutz und Erhalt unseres Planeten. Wir sind dankbar für den Green Me Award und freuen uns, dass es das Festival gibt."

Das Green Me Jubiläumsjahr 2017 Nach der Awards Gala in Berlin, sagt das Green Me Global Festival for Sustainability der Hauptstadt für 2017 Adieu und zieht weiter – nächste Station: Dallas. Das ganze Jahr über verbreitet das Festivalteam dann seine globale Botschaft – für ein größeres Bewusstsein für mehr Klima- und Umweltschutz. Nach Deutschland kommt Green Me dann wieder im September, und zwar nach Köln. Frei nach dem Motto: Globally networking, locally rooted!


STAR-Model Annika Gassner & Green Lifestyle Reporterin Claudia Dost


 Fotos©Hartmut Ihlefeldt (Photographie-Spandau)

Nkiru Niemann (Director International Affairs & Production Green Me Festival), Nessi (Sängerin), Nicolai Niemann Festivalpräsident, Annika Ernst (Schauspielerin), Inga Lieckfeldt (Designerin Label BERLINA PFLANZE), 



Nkiru Niemann (Director International Affairs & Production Green Me Festival)


Festival-Programm Green Me Berlin

Grand Opening

27.01.2017 – Grand Opening, CinemaxX am Potsdamer Platz, ab 19:00 Uhr (öffentlicher Ticketverkauf)

Eröffnungsrede Schirmherr Michael Müller, Photocall, Präsentation Eröffnungsfilm "Before the Flood", einer Dokumentation von und mit Leonardo DiCaprio, im Anschluss Networking bei Fingerfood & Drinks

28.01.2017 – Festival-Tag 1, CinemaxX am Potsdamer Platz, ab 18:00 Uhr
Filmscreenings, Conference, Marketplace von 10:00 Uhr - ca. 01:00 Uhr

29.01.2017 – Festival-Tag 2, CinemaxX am Potsdamer Platz, ab 18:00 Uhr
Filmscreenings, Conference, Marketplace von 10:00 Uhr - ca. 00:30 Uhr

29.01.2017 – Award-Gala, Bar jede Vernunft, 18-22 Uhr (offizieller Part), im Anschluss Aftershow Party (öffentlicher Ticketverkauf)
Green Carpet, Photocall, Prominenz, Gäste aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft, Verleihung der dotierten Green Me Filmawards in neun Kategorien

Aus den 130 Film-Einreichungen – davon 30 Kurzfilme und 100 Lang- und Spielfilme – werden bei der glamourösen Award-Gala die "grünsten" Filme in acht Kategorien von Climate bis Kids ausgezeichnet. Dafür kommen am 29.01.2017 die Festivalbesucher, Jury-Mitglieder und weitere geladene Gäste in der Bar jeder Vernunft in Berlin-Wilmersdorf zusammen. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller ist der Schirmherr für den Festivalstart 2017 in der Bundeshauptstadt. Beim Grand Opening am Freitag, den 27. Januar wird er anwesend sein und das Green Me-Jubiläumsfestival 2017 offiziell eröffnen.

Jury-Mitglieder:

Als diesjährige Jury-Mitglieder engagieren sich folgende Persönlichkeiten für nachhaltige Themen: Mariella Ahrens, Maximiliane Bauer, Caroline Beil, Designerin BERLINA PFLANZE by Inga Lieckfeldt, Annika Ernst, Karim Günes, Ralph Herforth, Aleksandar Jovanovic, Ralf Möller, Navid Navid, die Musikerin NESSI, Thure Riefenstein, Cleila Sarto, Falk Willy Wild und viele mehr. Die Moderation der Awards-Gala, bei der die grünsten Filme gekürt werden, übernimmt Melissa Khalaj.

Karten für das Grand Opening, die Award-Gala sowie Tages- und Wochenend-Festivalpässe gibt es ab 15 Euro unter shop.greenme.de, www.CinemaxX.de oder www.reservix.com.


Ralph Herforth (Schauspieler), Julia Cramer (Schauspielerin), Nkiru Niemann (Director International Affairs & Production Green Me Festival) 

                                                                                         Nicolai Niemann (Festivalpräsident Green Me  Festival),   

http://www.greenme.de/green-me-global-festival-berlin-programm.html


 

Weltstar Ralf Möller und Schauspielerin Annika Ernst    Foto © Hartmut Ihlefeldt

Zum Vergrößern bitte auf die Fotos klicken !

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Presseerklärung vom 18. Januar 2017

LEAG-Tagebaue: Brandenburg setzt Steuerzahler Milliardenrisiko aus !

Greenpeace belegt mit internen Papieren Versäumnisse der Landesregierung

 

Hamburg, 18. 1. 2017 – Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD)  bürdet den Steuerzahlern ein Milliardenrisiko auf. Dies zeigen interne Regierungsunterlagen, die Greenpeace einsehen konnte. Demnach ignoriert der Minister schriftliche Aussagen des Landesbergamts, wonach beim Verkauf der Lausitzer Tagebaue vom neuen Eigner Sicherheitsleistungen für die Renaturierung eingefordert werden müssten. Eben dies aber hat die Landesregierung beim Verkauf von Vattenfalls Braunkohlesparte an den tschechischen Investor EPH nicht getan. Die Braunkohlegruben in der Lausitz wieder nutzbar zu machen, wird Milliarden kosten. Im Falle einer Insolvenz der EPH-Tochter LEAG, würden die Steuerzahler auf diesen Kosten sitzen bleiben. „Der Wirtschaftsminister verschließt beide Augen vor einem Milliardenrisiko“, sagt Karsten Smid, Greenpeace-Energieexperte. „Minister Gerber muss den hochdubiosen Betreiber EPH in die Pflicht nehmen und dafür sorgen, dass er sich nicht auf Kosten der Steuerzahler aus seiner Verantwortung stiehlt.“

 

Treffen mit Vertretern tschechischer Käufer schon vor offiziellem Verkaufsprozess

 Genau 100 Tage nach dem Verkauf von Vattenfalls Braunkohlesparte an den tschechischen Investor EPH legt Greenpeace eine neue Version des Schwarzbuchs EPH vor. Darin wertet die unabhängige Umweltschutzorganisation interne Dokumente, Wirtschaftsberichte und Gesprächsprotokolle des Brandenburger Wirtschaftsministeriums aus. Letztere zeigen frühe und enge Verbindungen zwischen EPH und dem Wirtschaftsministerium. Bereits im März 2014 - eineinhalb Jahre bevor Vattenfall den Verkaufsprozess offiziell eröffnete - gab es ein bislang unbekanntes Treffen zwischen dem eng mit der EPH-Tochter Mibrag zusammenarbeitenden Beratungsunternehmen Goetzpartners und dem Brandenburger Wirtschaftsministerium. Andere Interessenten hatten nach Abschluss des Verkaufs an EPH Zweifel geäußert, ob der Prozess tatsächlich offen war. Auch Greenpeace hatte sich mit der Idee einer staatlichen Braunkohlestiftung in den Prozess eingebracht. Die neue Version des Schwarzbuchs online:  http://gpurl.de/IBJwo

 

Kohlebranche unter wirtschaftlichem Druck

Die Braunkohlebranche steht unter enormen Druck. Die Börsenstrompreise liegen wegen hoher Überkapazitäten bei fossilen Kraftwerken seit längerem so niedrig, dass viele Kohlemeiler Verluste schreiben. Für das Geschäftsjahr 2015 und das erste Halbjahr 2016 hat die Lausitzer Braunkohlesparte rote Zahlen ausgewiesen. Gleichzeitig hat die Bundesregierung Ende vergangenen Jahres Klimaziele für die Energiebranche bis 2030 beschlossen, die sich nur mit einem mittelfristigen Kohleausstieg erreichen lassen. Entsprechend verlieren Rückstellungen in Form von Sachanlagen kontinuierlich an Wert. „Mit Braunkohle lässt sich kein Geld mehr verdienen, die Kosten für den Rückbau der Gruben aber bleiben gleich. Auf dieses offensichtliche Problem muss Brandenburgs Landesregierung jetzt reagieren“, so Smid.

Quelle: Greenpeace   


"Wir müssen uns unabhängig machen von fossilen Brennstoffen und die Wirtschaft auf eine klimaverträgliche Basis stellen. Dafür brauchen wir 100 Prozent Erneuerbare Energie – in Deutschland und weltweit." 

Harald Uphoff, Kommissarischer Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbare Energie              

 

 Von dieser Art ist das Himmelreich: Die alltäglichen Begebenheiten sind die Wunder unseres Lebens, die nur echter Glaube als Wunder erkennt. 

BRENNAN MANNING
 
 
 
 
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